Lexikon
Was ist ein Modernisierungsdarlehen?
Das Modernisierungsdarlehen ist eine Sonderform des Bausparens. Dieses kann zur Renovierung, Modernisierung, Anbau, Umbau, Ausbau und Instandhaltung von wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien verwendet werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, das Modernisierungsdarlehen aufzunehmen:
Modernisierungsdarlehen mit Grundbuchabsicherung (über ein Hypothekendarlehen)
Diese Variante lohnt sich, wenn die Immobilie bereits weitestgehend schuldenfrei ist. Dann wird das Objekt einfach neu beliehen, indem ein entsprechendes Annuitätendarlehen aufgenommen wird.
Der Vorteil besteht darin, dass dieses Annuitätendarlehen günstiger ist als ein Ratenkredit. Allerdings lohnt es sich aufgrund der Kosten für Notar und Grundbuchumschreibung allerdings meist erst ab einer Summe von rund 25.000 Euro. Kosten lassen sich allerdings dadurch sparen, indem eine bestehende Grundschuld an den neuen Finanzierungsgeber abgetreten wird.
Modernisierungsdarlehen ohne Grundschuldsicherung (über einen Ratenkredit)
Wenn der Finanzierungsbedarf gering ist, empfiehlt sich ein klassischer Ratenkredit ohne Grundbuchabsicherung. Ein Ratenkredit ist ebenfalls die bessere Alternative, wenn das Objekt noch mit einem Darlehen belastet ist.
Ratenkredite gestalten sich in ihrer Abwicklung einfacher als Hypothekendarlehen. Deshalb wird das Darlehen in der Regel bereits innerhalb weniger Tage ausgezahlt. Außerdem fallen bei dieser Finanzierungsform weder Notar- noch Grundbuchkosten an.
Die Darlehen können meist nach sechs Monaten ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung auf einen Schlag getilgt werden.
Der Nachteil bei dieser Variante besteht allerdings darin, dass die Konditionen meist 2 bis 3 Prozentpunkte höher sind als bei einem Darlehen mit Grundschuldbesicherung. Auch ist die laufende Rate deutlich höher, da Ratenkredite schneller zurückgezahlt werden müssen.
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Stand: 05.02.2012

