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Risiken einer Baufinanzierung

 

Eine Baufinanzierung ist eine solide Art um Vermögen aufzubauen. Eine Investition in Sachwerte erscheint in Anbetracht einer möglichen starken Inflation als durchaus sinnvoll.
Doch auch eine Immobilienfinanzierung birgt gewisse Risiken in sich, die auf keinen Fall außer Acht gelassen werden dürfen. Nachfolgend werden die häufigsten Risiken beschrieben, die bei einer günstigen Baufinanzierung vorkommen können.


Ein häufiges Risiko bei einem Immobilienkredit ist die Fehlkalkulation der Baukosten. Eine Fehlkalkulation kann mehrere Gründe haben, beispielsweise unvorhersehbare Ausgaben aufgrund der Bodenbeschaffenheit oder Bauplanänderungen. Aus diesem Grund sollte bei der Aufnahme vom Baugeld ein gewisser Puffer eingebaut werden. Der Puffer sollte im Regelfall als kleines Darlehen variabel finanziert werden, damit dieses flexibel zurückbezahlt werden kann.


Ein weiteres Risiko bei einer Hypothek ist die negative Änderung der Einkommensverhältnisse. In bestimmten Fällen kann dieses Risiko durch entsprechende Versicherungen aufgefangen werden - so beispielsweise Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherungen. Diese Versicherungen greifen dann, wenn beispielsweise der Hauptverdiener einen körperlichen Schaden erleidet. Der Verdientsausfall kann so kompensiert werden. Vor einem Jobverlust ist niemand sicher. Hier käme beispielsweise eine Arbeitslosenversicherung in Frage. Allerdings sind hier die Kosten der Versicherung ziemlich hoch. Eine Baufinanzierung sollte daher von Menschen mit sicheren Einkommensverhältnissen in Erwägung gezogen werden.


Eine Hypothek, deren Konditionen für mehrere Jahre festgeschrieben wurden, ist eigentlich eine sichere Sache. Doch was passiert nach Ablauf der Zinsbindung? Die dann noch ausstehende Restschuld muss zu den dann geltenden Neukonditionen verlängert werden. Niemand kann Jahre im Voraus das künftige Zinsniveau prognostizieren. Falls zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung die Zinsen im Vergleich zur Erstfinanzierung fallen, profitiert der Kreditnehmer von günstigeren Konditionen und geringerer Zinsbelastung. Die Situation kann sich aber auch negativ entwickeln. Das Zinsniveau kann stark zunehmen. Ein Zinsanstieg um 2%-3% bedeutet einen deutlichen höheren Zinsaufwand und eine stärkere Liquiditätsbelastung. Das Risiko hinsichtlich der steigenden Zinsen wird als Zinsänderungsrisiko bezeichnet. Um sich dagegen abzusichern gibt es viele Möglichkeiten.
Eine davon wäre das Bausparen. Bei einem Bausparvertrag wird der künftige Darlehenszinssatz bereits beim Vertragsabschluss vereinbart, das Darlehen kann aber Jahre später in Anspruch genommen werden. Auf diese Weise können die Konditionen für eine Anschlussfinanzierung bereits im Voraus fest vereinbart werden.